Reichardtswerben
Mit einer Leistung von 7,6 MWp ist das Sonnenkraftwerk am Rande von Reichardtswerben, einem Ortsteil Weißenfelds, das zweitgrößte PV-Projekt in der Geschichte von Green City Energy. Das knapp 20 Hektar große Grundstück befindet sich in der Nähe von Leipzig und damit im Sonnengürtel Ostdeutschlands.
Die drei Teilanlagen (Baufeld West, Mitte und Osten) sind zweireihig mit insgesamt 36.960 polykristallinen Siliziummodulen des Herstellers LDK bestückt. Die Module sind in südlicher Ausrichtung mit einer Neigung von 25° in parallelen Reihen hochkant aufgeständert. Eine gegenseitige Verschattung ist durch einen entsprechenden Reihenabstand ausgeschlossen.
Bei der Fläche handelt es sich um eine ausgewiesene Industriefläche, die aber aufgrund von ausbleibender Nutzung zeitweise zu monokulturellem Anbau genutzt wurde. Eine naturschutzfachliche Bewertung durch Regioplan, ein Büro für Landschaftsplanung, Regionalentwicklung und Umweltberatung besagt, dass aufgrund der Umwandlung von intensiv genutzten Ackerflächen zu extensiv genutzten Grünlandflächen sowie der Anlage von Gehölzstrukturen "auch unter Berücksichtigung der Errichtung einer Photovoltaikanlage eine Aufwertung des Gesamtgebietes" erfolgt.
Die Montage wurde unter Berücksichtigung aller Umwelt-Aspekte durchgeführt. Durch die Verwendung von Erdankern wird eine unnötige Flächenversiegelung vermieden. Die Pflanzung von Heckenstrukturen rund um das Gelände der Photovoltaikanlage unterstützt die optische Einpassung in das Landschaftsbild. Um den Nutzwert für die Tiere der Agrarlandschaft zu verbessern, erfolgte die Pflanzung der Hecken außerhalb des Zaunes. Außerdem beginnt der Zaun erst ab 10-15 cm über dem Boden, um Kleinsäuger nicht von der Fläche auszuschließen. Die Montage der Anlage wurde außerhalb der Brut- und Setzzeiten durchgeführt.
Aufgrund des weichen Untergrundes kamen bei der Montage spezielle Schraubfundamente der Firma Krinner zum Einsatz. Bei der Unterkonstruktion haldelt es sich um komplett recyclingfähriges Material der Firma Solartechnik Süd. Eine innovativ entwickelte Einschubtechnik ermöglichte eine Montage der Module in einer Rekordzeit von 3 Modulen in 30 Sekunden.
Seit 28. Dezember 2011 ist die Anlage am Netz und speist mit 7.840.000 kWh pro Jahr genug grünen Strom in das Stromnetz ein, um damit über 3.000 Haushalte zu versorgen. Jährlich können dadurch außerdem ca. 5.300 t klimaschädliches Kohlendioxid vermieden werden.
Bildnachweis: Britta Grimm
Bildnachweis: Britta Grimm
Bildnachweis: Britta Grimm
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