Die Kommunale Energieberatung der GCE im Gespräch mit lokalen Experten
Die Kommunale Energieberatung von Green City Energy erarbeitet zur Zeit zusammen mit ihrem Kooperationspartner Klimakom ein Integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept für die Stadt Ebersberg. Im Zuge dessen fand am 28. Januar die erste von zwei Klimaschutzkonferenzen im kleinen Bürgersaal der oberbayerischen Kreisstadt statt. An sechs Thementischen erarbeiteten rund 60 lokale Experten aus verschiedenen Fachbereichen konkrete Ziele und Strategien zum Klimaschutz. Ebersbergs Ziel ist die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und eine autarke Energieversorgung über 100% Erneuerbare Energien bis 2030.
Inhalt des Energiekonzepts sind konkrete Maßnahmen
Seit 1. Juli 2011 läuft der einjährige Förderzeitraum im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums für die Stadt Ebersberg. Gemeinsam mit der Kommunalen Energieberatung von Green City Energy und KlimaKom erarbeitet die Stadt ein zielorientiertes Integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept. Schwerpunkt dieses ganzheitlichen Konzeptes liegt dabei auf der Entwicklung eines handlungsorientierten Ansatzes und Schaffung eines breiten Konsenses für die Umsetzung. Neben Potentialstudien und fundierten Grundlagenerhebungen aller kommunaler Handlungsfelder - wie etwa Bauleitplanung, Sanierung, Bewusstseinsbildung oder nachhaltiger Energieversorgung - wird vor allem ein konkreter Umsetzungsplan angestrebt, um den Dreisprung des Klimaschutzes umzusetzen: wirksames Energiesparen, Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung Erneuerbarer Energien. „Unser Ziel ist der Umstieg auf Erneuerbare Energien und somit die Autarkie von fossilen Rohstoffen bis zum Jahr 2030. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, doch wir sind überzeugt, dass wir es gemeinsam erreichen können“, so Ebersbergs Erster Bürgermeister Walter Brilmayer. „Wir haben schon viel geschafft in Ebersberg. Das Klimaschutzkonzept ist ein weiterer und wesentlicher Schritt in Richtung Energiewende.“
Einbindung lokaler Experten
In diesem Rahmen kamen am Samstag rund 60 lokale Experten und Expertinnen aus Ebersberg und der Region im kleinen Bürgersaal in Ebersberg zu der ersten von zwei geplanten Klimaschutzkonferenzen zusammen. An sechs Thementischen erörterten sie unter professioneller Anleitung von Green City Energy und KlimaKom gemeinsam mit Bürgermeister Walter Brilmayer und dem Kreisklimaschutzmanager Hans Gröbmayr den Status quo in Ebersberg und erarbeiteten konkrete Einzelziele und Handlungsstrategien. Zum Beispiel soll in Zukunft ein Wärmenetz auf der Basis von Hackschnitzeln von Grund- und Hauptschule bis zum Rathaus reichen. „Alle Teilnehmer sind sehr engagiert, die Veranstaltung war sehr effektiv. Ebersberg ist definitiv auf einem guten Weg“, so Projektleiter Matthias Heinz von Green City Energy. „Man merkt auch, wie wichtig Bürgerbeteiligung bei der Entwicklung und Umsetzung von ganzheitlichen Klimaschutzkonzepten ist: gute Ideen werden erfasst und die Einbindung der Anwohner schafft eine breite Akzeptanz für das Projekt in der Bevölkerung.“
Schritt für Schritt zur Energiewende
Schon in den letzten Jahren hat die Stadt Ebersberg im Bereich des kommunalen Klimaschutzes zahlreiche Einzelprojekte zum Klimaschutz auf den Weg gebracht. Unter anderem wurden die kommunalen Liegenschaften komplett auf Ökostrom umgestellt, umfassende Gebäudesanierungen zur Steigerung der Energieeffizienz durchgeführt. Ein Zeichen setzte Ebersberg auch mit der Gründung des ehrenamtlich tätigen Arbeitskreises „Energiewende 2030“, in dem alle Fraktionen des Stadtrats und verschiedene Bürgerorganisationen vertreten sind.
„Wir haben schon einiges umgesetzt“, kommentiert Brilmayer. „Aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Das Klimaschutzkonzept ermöglicht es, die einzelnen Ideen unter einem Dach zu bündeln und stellt einen konkreten und umsetzungsorientierten Maßnahmenplan zur Verfügung.“ Die zweite Klimaschutzkonferenz findet am 24. März statt. Dort werden auf Basis der Grundlagenerhebungen konkrete Maßnahmenpakete geschnürt, die individuell auf die vorhandenen lokalen Potentiale und Bedürfnisse zugeschnitten sind. Auf www.ebersberg.de können sich die Bürger über den Stand der Dinge informieren.
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