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05. Januar 2018

2018 startet mit Ökostrom-Rekord

Erstmals wurde Deutschland am Neujahrsmorgen um 6:00 Uhr komplett mit Ökostrom versorgt. Dies belegen die offiziellen Zahlen der Informationsplattform smard.de, auf der die Bundesnetzagentur Strommarkt-Daten veröffentlicht und stündlich aktualisiert. Dieser Rekord ist ein entscheidender Impuls für die Energiewende und verdeutlicht andererseits, dass konventionelle Großkraftwerke die Energiewende behindern.

Realisierte Stromerzeugung zum Jahreswechsel nach Energieart (Quelle: SMARD)

Rekorde für Ökostrom

Rund 85 % der Stromnachfrage am Neujahrsmorgen wurde durch Windenergie erzeugt, Wasserkraft und Biomasse erzeugten den verbleibenden Bedarf. Im Verlauf des Tages erzeugte die Sonne zusätzlichen Ökostrom.

Auch wenn nach der Silvesternacht der Stromverbrauch mit ca. 41.000 MWh fast um die Hälfte geringer ist als an einem normalen Werktag, ist die komplette Stromversorgung durch Erneuerbare Energien eine bemerkenswerte Tatsache. „Niemand hat erwartet, dass wir die 100 Prozent ausgerechnet an einem Wintertag früh morgens erreichen“, zitiert die Süddeutsche Zeitung Rainer Baake, den zuständigen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Bisher galten Pfingsten oder der 1. Mai als Favoriten für diesen Rekord: Ebenfalls Feiertage mit einer eher schwachem Energienachfrage, aber gleichzeitig auch Tage mit potenziell vielen Sonnenstunden.

Bereits am 03.01. haben sich die Rekorde für 2018 fortgesetzt:  Noch nie zuvor haben die 28.200 Windenergieanlagen in Deutschland so viel Strom erzeugt. Insgesamt waren es laut Branchenverband Wind Europe 925 Gigawattstunden an Elektrizität.

„Inflexible Großkraftwerke behindern Energiewende“

Obwohl Ökostrom erstmals mehr als genug Strom produziert, laufen konventionelle Kraftwerke weiter, vor allem für den Strom-Export. Dadurch fiel der Strompreis an der Börse am frühen Neujahrsmorgen auf minus 76 €/MWh. Das hat zur Folge, dass Stromerzeuger in den ersten Stunden des neuen Jahres Geld bezahlen musste, um ihn loszuwerden. Die Süddeutsche Zeitung zitiert hierzu Baake: „Das Geschehen zeigt, dass wir noch mehr Flexibilität brauchen; inflexible Großkraftwerke behindern die Energiewende“, sowie Felix Matthes, Energie-Experte beim Öko-Institut: „Wir treten damit in eine neue Phase. Die Erneuerbaren sind damit endgültig aus der Nische heraus.“ Jetzt schlägt die Stunde des Marktes.

Lesen Sie den gesamten Artikel der Süddeutschen Zeitung

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