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Übersicht Bürger sind wichtigste Investorengruppe für Erneuerbare-Energien-Anlagen
05. Februar 2018

Ein Recht auf die Nutzung der Sonne

Bayerische Solarinitiativen fordern angesichts der Klimaveränderung und wachsender Widerstände gegen die Nutzung der Solarenergie ein Recht auf die Sonnenenergie.

Bayerische Solarinitiativen fordern ein Recht auf die Sonne. Foto: Mark Mühlhaus

Erlanger Solarmanifest

Mit der Forderung nach dem Recht auf die Sonne verabschiedete die Arbeitsgesellschaft bayerischer Solarinitiativen (ABSI) auf ihrem Jahrestag 2018 eine prägnante Resolution. Die  Argumente des ABSI sind deutlich: Die Sonne sei Energiequelle für alle. Jeder habe das Recht die Sonne frei zu nutzen. Und niemand dürfe bei der Ausübung dieses Rechts willkürlich beschränkt, behindert oder belastet werden.

Massive Behinderung der bürgerlichen Sonnenenergie-Nutzung

Die ABSI kritisiert, dass der Ausbau der bürgerlichen Sonnenenergienutzung massiv von Gesetzen, behördlichen Auflagen oder unnötigen Kostenbelastungen behindert werde. Als Beispiel führt die ABSI die EEG-Umlage auf selbstverbrauchten Solarstrom an, welche den Ausbau der Sonnenenergie auf dem privaten Hausdach massiv beeinträchtigen würde. Hinzu kämen Verbote von Denkmalschutzämtern oder örtlichen Bausatzungen für die private Nutzung sowie willkürlich erscheinende Auflagen für private Solartankstellen. Die ABSI bezieht sich in ihren Forderungen auch auf andere Formen der regenerativen Energien – wie Wind-, Wasserkraft und Bioenergie. So sei die 10H-Regelung mit einem Verbot für die Windkraft in Bayern gleichzusetzen und hätte den Ausbau der Windenergie durch bürgerliche Genossenschaften völlig zum Erliegen gebracht.

Deutsche Industrie verpasst Anschluss

Im Anschluss an die Vorstellung des Solarmanifests warnte Hans-Josef Fell, Sprecher der ABSI, vor dem drohenden Niedergang der Deutschen Industrie. Im Gegensatz zu Unternehmen aus China, Korea oder den USA würde Deutschland kaum Antworten für die weltweit voranschreitende Umstellung auf Nullemissionstechnologien bereithalten, so Fell. Der Sprecher der ABSI führt an, dass beispielsweise Siemens, einer der größten Industriekonzerne Deutschlands, viel zu lange auf fossile und atomare Technologien gesetzt und somit, mit Ausnahme der Windkraft, den Anschluss bei den Nullemissionstechnologien verpasst hätte.

Revolution von unten

Aufgrund des Versäumnisses vieler politischer Entscheidungsträger, wirksamen Klimaschutz mit Nullemissionstechnologien zu fordern, will sich die Solarinitiative nun auf eine Nullemissionsrevolution von unten fokussieren. Diese soll unter anderem mit zellularen 100% Erneuerbare-Energien-Versorgungen und E-Mobilitätsangeboten angeschoben werden.

Informieren Sie sich über die Elektromobilitätsangebote von Green City

Weitere Informationen zum Solarmanifest der ABSI

Zur Website von Hans-Josef Fell

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