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12. September 2017

Erneuerbare überflügeln Atomkraft

Der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zufolge sind die Erneuerbaren weiterhin auf dem Vormarsch und überholen sogar die Kernkraft: Während die Bedeutung der Atomkraft in der Europäischen Union sinkt, nimmt der Anteil der Erneuerbaren am Strommix weiter zu.

In Deutschland ersetzten immer mehr Erneuerbare den Atomstrom Foto: AEE

Der Trend geht klar in Richtung Erneuerbare

Der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) zufolge sank die Produktion von Atomstrom im immer älter werdenden EU-Kraftwerkspark 2016 auf 800 Milliarden Kilowattstunden. Dabei handelt es sich um einen Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Stromproduktion aus Regenerativen Energien erhöhte sich dagegen um etwa 2 Prozent auf 950 Milliarden Kilowattstunden.

Aufgrund der spürbar gestiegenen installierten Leistungen der Regenerativen Energien prognostiziert die AEE, dass die Erneuerbaren in den nächsten Jahren weiter zulegen werden. In Frankreich beispielsweise stieg die installierte Anlagenleistung Erneuerbarer Energien im Jahr 2016 um 2.200 Megawatt und erreichte somit eine Leistung von knapp 46.000 Megawatt. Die französische Regierung plant außerdem, bis 2025 17 Atomreaktoren stillzulegen und den Anteil der Atomenergie bis 2025 auf 50 Prozent abzusenken.

Fairer Wettbewerb für die Erneuerbaren Energien

Laut Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE, könnte der Ausbau aber durchaus zügiger voranschreiten. Denn trotz des fortschreitenden Ausbaus der Erneuerbaren halten einzelne EU-Länder, darunter Großbritannien, an der Atomkraft fest. So hat die Europäische Kommission hohe Subventionen für das etwa 21,4 Milliarden Euro teure Atomkraftwerk an der englischen Westküste genehmigt, sowie ihre Unterstützung einer 600 km lange Stromtrasse von Frankreich nach Irland zugesichert. Und auch Deutschland ist trotz Atomausstiegsbeschluss und Verdoppelung des Stroms aus Erneuerbaren Energien innerhalb der letzten 8 Jahre noch immer der zweitgrößte Atomstromproduzent der EU.

Nils Boenigk betont, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht durch Atomstromexporte zu Dumpingpreisen gefährdet werden dürfe. „Bei der aktuellen Reform der Erneuerbaren Energien-Richtlinie (RED II) muss die EU die Gelegenheit ergreifen, mit Ausbauzielen und Marktzugangsregeln einen fairen Wettbewerb für die Erneuerbaren Energien zu gewährleisten“, so Boenik.

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