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19. Oktober 2017

Neue Studie belegt: Milliarden-Kosten für Kohle und Atom

Konventionelle Energieträger verursachen in diesem Jahr anderthalb mal höhere Kosten als Erneuerbare Energien. Das hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) gemeinsam mit Greenpeace Energy berechnet.

Vollkosten verschiedener konventioneller und erneuerbarer Quellen. Grafik: Green City Energy

Kosten für konventionelle Stromerzeugung völlig intransparent

38 Milliarden Euro betragen die versteckten Zusatzkosten im Schnitt für konventionelle Energien, die nicht auf den Strompreis umgelegt werden. Die EEG-Differenzkosten, die durch die Verbraucher gezahlt wurden, dürften 2017 mit 24,5 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Würde es eine „Konventionelle-Energien-Umlage“ geben, läge diese 2017 bei bis zu 11,5 Cent pro Kilowattstunde. Im Vergleich dazu: Die „Erneuerbare Energien-Umlage“ liegt aktuell bei 6,8 Cent. Für den Stromkunden bleiben die „konventionellen“ Kosten völlig intransparent, da diese in Form von Steuern und Abgabe aufgebracht werden.

Die preisliche Diskrepanz wird besonders deutlich, wenn man die Gesamtkosten betrachtet. So betragen die Vollkosten einer Kilowattstunde Windstrom aus neuen Anlagen derzeit 4,1 bis 8,5 Cent. Bei Solarstrom liegt es bei 7,0 bis 12,7 Cent. Tendenz weiter sinkend. Die Kosten von Braunkohle liegen aktuell bei 13,7 bis 18,3 Cent und die Kosten von Atomstrom sogar bei bis zu 47,3 Cent.

Für die Berechnungen wurden sämtliche staatliche Finanzhilfen, Steuervergünstigungen sowie gesamtgesellschaftliche Belastungen durch Umwelt- oder Gesundheitsfolgen der verschiedenen Energieträger miteinander verglichen.

Erneuerbare schon heute wettbewerbsfähig

Um die Marktverzerrung zu Lasten der Erneuerbaren Energien zu korrigieren, fordern die Autoren der Studie jedoch keine „Konventionelle-Energien-Umlage“. Stattdessen empfehlen sie die Subventionen für klimaschädliche Energieträger zu streichen und einen nationalen Mindestpreis für CO2-Emissionen einzuführen. Letztendlich wären Erneuerbare Energien auch heute schon wettbewerbsfähig, wenn die Energieversorger die Zusatzkosten der konventionellen Stromerzeugung berücksichtigen müssten.

Die Kurzfassung der Studie zum Download

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